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Presse zu "AUTOREN IN DER WORTMANEGE"
Kölner Stadt-Anzeiger vom 5.10.04

VON ULLA JÜRGENSONN
Plüschrotes Ambiente, ein Stehpult mit verspieltem Lämpchen - in der Wortmanege gilt eher der leise Ton als der Peitschenknall. 

Pulheim - Die Atmosphäre im alten Walzwerk in Pulheim hat es dem Autorenkreis Rhein-Erft angetan. Zum zweiten Mal hatte der Verein dorthin eingeladen, diesmal im Rahmen des „KulturHerbstes“. Titel der Veranstaltung: Autoren in der Wortmanege. Womit Dr. Gynter Mödder und Axel Kutsch, die durch den Abend führten, gewissermaßen zu Zirkusdirektoren ernannt waren. 
Zum Start gab es Spannung. Carsten Sebastian Henn, Krimi-Autor aus Hürth, las aus seinem neuesten Buch „In Dubio pro Vino“: Eine verzwickte Geschichte um mysteriöse Morde an Weinköniginnen, in der der kochende Detektiv oder, besser gesagt, der kriminalistische Feinschmecker Julius Eichendorff seinen dritten Fall löst. 
Messerscharfes Beobachten zeichnet nicht nur den erfolgreichen Ermittler aus, sondern auch den Satiriker. Der Hund sei das Pferd des kleinen Mannes, befand Hans Josef Jungheim. Und der Trend zum Zweithund habe den zum Zweitkind längst abgelöst. Sein Vorschlag: Wahlrecht für Hunde, Menschen an die Leine. 
„Altsein schützt vor Kindheit nicht. Und wo doch, muss es fürchterlich sein.“ Wer solche um die Ecke gedachten Erkenntnisse zu schätzen weiß, der kann viel Spaß haben mit den skurrilen Einfällen des früheren Schulrates. 
Eine nachdenkliche, ja traurige Geschichte über die Begegnung zweier Menschen im Zug las Ute Remus. Zweier Menschen, die zwar miteinander reden, aber keine wirkliche Verständigung finden. Die im Grunde beide einsam und auf der Suche nach Liebe sind - jeder auf seine Art. Remus hat lange Jahre für den WDR gearbeitet, ist aber von Hause aus Schauspielerin. Ihr Theaterstück über die erste Ehefrau von Max Ernst hat sie gemeinsam mit dem Kleinen Theater Brühl auf die Bühne gebracht. Relativ neu im Autorenkreis Rhein-Erft ist Evert Everts. Er präsentierte Gedichte und spitzfindige Aphorismen. Zum Beispiel über den Angestellten: Als er seine Arbeit einstellte, war er entstellt und wurde abgestellt. 
Weder Lyrik noch Belletristik, sondern einen medienkritischen Text las der Frechener Journalist und Sachbuchautor Jürgen Streich. Verantwortung, Ethik und Moral spielten bei der „vierten Gewalt“ oft nur noch eine geringe Rolle, beklagte er. 
Mit kleinen, versponnenen Erzählungen setzte der frühere Königsdorfer Pfarrer Helmut Schmale einen nachdenklich-vergnügten Schlusspunkt. In seinem „Provencalischen Psalm“ erzählte er vom gauklerischen Trost der Zedern und Zypressen, vom Baum der Erkenntnis, den der Frost zugerichtet hat - schöne Bilder, die den Zuhörer noch ein Stück auf dem Nachhauseweg begleiteten. 
© KStA vom 5.10.2004


3. Oktober 2004, 17 Uhr
AUTOREN IN DER WORTMANEGE
Von subtiler Lyrik und satirischen Spitzen bis zu kriminalistischer Hochspannung reicht das facettenreiche literarische Programm, mit dem der Autorenkreis Rhein-Erft (ARE) am 3. Oktober 2004 ab 17 Uhr im Theater im Walzwerk aufwartet.
Unter dem Motto "Autoren in der Wortmanege" werden bei dieser Veranstaltung im Rahmen des Literaturherbstes des Rhein-Erft-Kreises die ARE-Mitglieder Evert Everts (Köln-Lövenich), Carsten Sebastian Henn (Hürth), Hans Josef Jungheim (Erftstadt), Ute Remus (Brühl), Helmut Schmale und Jürgen Streich (beide Frechen) Auszüge aus ihren Werken vortragen. Während einer längeren Pause besteht Gelegenheit, sich ausführlich mit den Autoren zu unterhalten.
Moderatoren in der Wortmanege sind die Bergheimer Schriftsteller Axel Kutsch und Gynter Mödder.
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Aus dem blauen Lesekoffer
VON ULLA JÜRGENSONN, 30.09.03, 07:13h, aktualisiert 09:44h
Zuhören, zuschauen, schmunzeln, nachdenken - Literatur kann ungemein unterhaltsam sein. 
Pulheim - "Blitzlichter" hatte der Autorenkreis Rhein-Erft seine Veranstaltung genannt, in der acht seiner insgesamt 28 Mitglieder lasen, rezitierten, sangen. Und wie ein Blitzlicht abrupt den Ausschnitt einer Szenerie erhellt, neugierig macht auf das, was noch im Dunkel liegt, so machte die Lesung Lust auf mehr: auf mehr Gedichte, auf weitere Erzählungen, auf einen ganzen Roman.
Auch diese Lust konnte an diesem Abend befriedigt werden, schließlich gab es jede Menge Bücher auch zu kaufen. Lust auf Literatur erst einmal zu wecken, dazu hatte es schon nachmittags eine Veranstaltung gegeben. Kindern zwischen vier und acht Jahren präsentierten Hans Ische, Karl Rovers und Christa Wißkirchen Geschichten, Lieder und Gedichte unter dem Titel "Aus dem blauen Lesekoffer".
Nicht nur für Kinder
Dass seine Lieder nicht nur etwas für Kinder sind, bewies Ische dann zum Schluss des Abends - ein Abschluss, der ein zufriedene Schar Literaturfans nach abwechslungsreichen Stunden entließ. Kaum zu glauben, was es im Erftkreis alles zu beobachten und mehr oder weniger gereimt zu Papier zu bringen gibt. Eine Ode an das Boa-Kraftwerk in Niederaußem etwa, die Dolores Burkert geschrieben hat. Sie nahm die Zuhörer auch mit auf eine Dienstreise durch den Erftkreis. Einem komischen Vogel war Dr. Gynter Mödder, Vorsitzender des Autorenkreises, auf der Spur. Die Tagigall ist gewissermaßen das Gegenstück zur Nachtigall, winzig, stelzbeinig, vor allem aber äußerst selten. Sie lebt ausschließlich in den Glessener Alpen und ernährt sich vom Blatt der Zuckerrübe.
Kinderbuch oder Erwachsenenlektüre - diese Frage kann man sich bei Kay Löfflers Geschichte "Das Dorf der Wolkenmacher" stellen. Muss man aber nicht. Man konnte auch einfach zuhören und in diesem Fall auch zuschauen: Der Autor spielte eine Szene vor. Da erklärt der Vater seinen Söhnen anhand einer Schüssel Cornflakes, wie die Polizei einen Täterkreis einschränkt - Negativauslese am Frühstückstisch. Zusehen konnte man ebenfalls bei den Gedichten von Renate Mödder-Reese. Sie projizierte die Bilder, die sie zu ihrer Lyrik inspiriert hatten, an die Wand, samt Texten zum Mitlesen.
Ins Land des Tango entführte Elmar Ferber seine Zuhörer. Und das so eindringlich, dass selbst eingeschworene Nichttänzer dem Reiz des erotischen Tanzes erlagen. Der Jüngste der Autoren ist Gerrit Wustmann, Jahrgang 1982, dessen erzählerische Kraft verblüfft. Mal melancholisch-surrealistisch, mal humorvoll und satirisch dichtet Axel Kutsch, dessen Ruf als Lyriker längst die Grenzen des Erftkreises überschritten hat. Er ließ die Zuhörer an diesen beiden Seiten seines Schaffens teilhaben - das ist mal bedrückend, mal komisch, aber immer spannend.

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Eine vielstimmige Annäherung an das komplexe Thema Zeit versucht die von dem Bergheimer Autor und Herausgeber Axel Kutsch edierte Gedicht-Anthologie mit dem Titel "Zeit. Wort" (272 Seiten, Paperback, 18 Euro). Insgesamt 180 deutschsprachige Lyrikerinnen und Lyriker der Gegenwart, darunter Kurt Drawert, Hans Magnus Enzensberger,  Robert Gernhardt, Durs Grünbein, Oskar Pastior sowie die kürzlich verstorbene Theologin und Schriftstellerin Dorothee Sölle, beleuchten in ihren Texten facettenreich die unterschiedlichen Ausprägungen des Begriffs Zeit wie Hektik, Stress, Schnelligkeit, Langsamkeit, Ruhe, Innehalten, Nachdenklichkeit, Zeitreisen in die eigene Kindheit und die Geschichte, Vergänglichkeit, Altern, Tod. Aus dem Erftkreis sind in diesem Sammelband Dolores Burkert, Carsten Sebastian Henn, Hans Ische, Hans Josef Jungheim, Axel Kutsch, Gynter Mödder, Renate Mödder-Reese, Franz Peters, Norbert Rosowsky, Karl Rovers, Andreas Rumler, Helmut Schmale, Christa Wißkirchen und Gerrit Wustmann mit neuen Gedichten vertreten. Erschienen ist die Anthologie im Verlag Landpresse, Weilerswist. 

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Unter dem Titel "Auf Reisen und Abwegen" hat die Bedburger Autorin Dolores Burkert jetzt im Avlos-Verlag (Duisburg) ihren ersten Lyrikband veröffentlicht. In den Gedichten dieses  64 Seiten starken Buches zeigt sie, daß die Reise des Lyrikers auch immer eine Reise zu sich selbst ist. Und dabei sind es gerade die Abwege, auf denen er etwas über sich erfährt. Die Autorin versteht den Band aber auch als Einladung an den Leser, selbst auf die Reise zu gehen und dabei  Abwege nicht zu scheuen.

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Eine Anthologie mit Gedichten von Zeitgenossen hat der Eifeler Poet und Lyrik-Vermittler Theo Breuer zum zehnjährigen Bestehen der von ihm gegründeten EDITION YE herausgegeben. Unter dem Titel "NordWestSüdOst" stellt er neue Gedichte von rund 70 deutschsprachigen Autoren der Gegenwart vor. Neben Texten von renommierten Schriftstellern wie Hans Bender, Hugo Dittberner, Walter Helmut Fritz, Franz Hodjak, Günter Kunert, Johann P. Tammen oder Jan Wagner enthält der 136 Seiten starke Paperbackband (10 Euro) auch zahlreiche bemerkenswerte Gedichte weniger bekannter Lyriker. Mit Harald Gröhler, Axel Kutsch, Hartwig Mauritz, Helmut Schmale und Christa Wißkirchen sind fünf Mitglieder des Autorenkreises Rhein-Erft in der Anthologie vertreten, die die schillernde Vielfalt der heutigen Poesie beeindruckend dokumentiert.
Ergänzt wird die Gedichtauswahl durch ein umfangreiches Nachwort des Herausgebers, in dem er kenntnisreich Anmerkungen zur deutschsprachigen Lyrik der Gegenwart macht. ("NordWestSüdOst - Gedichte von Zeitgenossen", Hg. Theo Breuer, 2003, Edition YE, Neustraße 2, 53925 Kall-Sistig - Tel. 02445/1470). 

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Ebenfalls in der EDITION YE ist jetzt ein weiterer Lyrikband von Theo Breuer erschienen. Unter dem Titel "Land Stadt Flucht" (64 Seiten, 7,50 Euro) werden Texte des Autors aus den Jahren 1995 bis 2002 veröffentlicht. In den 56 Gedichten, die zum Teil schon vorab in Anthologien und Zeitschriften publiziert worden sind, spiegelt sich immer wieder die jahrelange intensive Beschäftigung Breuers mit der modernen deutschen und internationalen Poesie wider. Ohne jedoch ins Fahrwasser des Epigonentums zu driften, überzeugt er mit einer eigenen unverbrauchten Diktion, die seine Lyrik nicht nur für den Kenner der Materie zu einem Lesevergnügen macht.
(Email: EditionYE@t-online.de; 
Homepage: www.theobreuer.de).

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Von der Pulheimer Poetin Christa Wißkirchen wurde im "Jahrbuch der Lyrik 2004", das Christoph Buchwald und Michael Krüger im Verlag C. H. Beck, München, herausgegeben haben, das Gedicht "Comcom" veröffentlicht. Anton G. Leitner hat im Reclam-Verlag, Stuttgart, eine Lyrikanthologie mit dem Titel "Feuer, Wasser, Luft & Erde - Die Poesie der Elemente" ediert. Sie enthält unter anderem das Gedicht "Don Quijote" des Bergheimer Autors Axel Kutsch. "Kurze Weile" heißt eine Sammlung mit Gedichten in wenigen Zeilen, die Hugo Dittberner bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz herausgegeben hat. In dieser Anthologie ist Axel Kutsch mit sechs Texten vertreten.

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Kurz nach dem Übergang vom zweiten ins dritte Jahrtausend hat der Autorenkreis Rhein-Erft jetzt unter dem Titel "Übergänge 20" eine Anthologie mit Lyrik und Prosa seiner Mitglieder veröffentlicht. Das inhaltliche Spektrum reicht von kritischen  Gegenwartserkundungen und ironisch-satirischen Spitzen bis zu verschlüsselter Poesie. Entsprechend vielfältig sind auch die stilistischen Ausdrucksweisen der 20 Autorinnen und Autoren. Für lokalpatriotische oder heimattümelnde Töne ist in dem Paperbackband, der einen Umfang von 134 Seiten hat und 10 Euro kostet, kein Platz. Erschienen ist er bei der Books on Demand GmbH und im Buchhandel zu erhalten. Aus dem Erftkreis sind folgende Autoren vertreten: Sabine Boebe, Carsten Sebastian Henn, Hans Ische, Hans Josef Jungheim, Dietmar Kinder, Axel Kutsch, Käthe Kyrion, Kay Löffler, Gynter Mödder, Renate Mödder-Reese, Ute Remus, Karl Rovers, Helmut Schmale, Hilde Sinapius, Jürgen Streich, Christa Wißkirchen und Gerrit Wustmann. Außerdem enthält das Buch Beiträge der Kölner Autoren Elmar Ferber, Harald Gröhler und Wolfgang Schellberg.

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In der Kürze liegt die Würze. 160 SMS-fähige Gedichte mit nicht mehr als 160 Zeichen enthält die Taschenbuch-Anthologie "SMS-Lyrik", die jetzt bei dtv/Reihe Hanser erschienen ist. Herausgeber Anton G. Leitner versammelt in dem 100 Seiten starken Band (6 Euro) kleine Perlen deutschsprachiger Poesie aus den vergangenen Jahrhunderten und der Gegenwart. Aus dem Rheinland hat er unter anderem Manfred Enzensperger (Leverkusen), Dieter M. Gräf (Köln), Axel Kutsch (Bergheim/Erft) und Suleman Taufiq (Aachen) mit Kurz-Gedichten in das Buch aufgenommen.

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Der renommierte Rösrather Germanist, Herausgeber und Goethe-Kenner Karl Otto Conrady hat im Verlag Landpresse (Kölner Straße 58, 53919 Weilerswist) seinen ersten Lyrikband veröffentlicht. Der Titel der Hardcover-Ausgabe (96 Seiten, 18 Euro) lautet "Wörtertreiben". Mit seinen ernsten, ironischen und artistischen Versen bietet das Buch alles andere als trockene Gelehrtenpoesie, sondern höchst lebendige Lyrik, deren Lektüre Vergnügen bereitet. 

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"palmalyren" heißt der neue Lyrikband des Kölner Brinkmann-Preisträgers Stan Lafleur. Das Buch enthält auf 52 Seiten rund 30 Gedichte und Liedtexte zur Kanareninsel La Palma. Illustriert wurde es von Roland Bergere und Heike Dieninghoff. Die Texte kreisen um kanarische Ureinwohner, Inseloriginale, Flora und Fauna sowie die berühmten Felsen und Sonnenaufgänge. Der Band kostet 5 Euro (plus 77 Cent Porto) und kann beim Autor gegen Vorausüberweisung auf das Konto 760 031 93,  BLZ 370 501 98 (Stadtsparkasse Köln), bestellt werden.

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Einen Band mit visueller und konkreter Poesie hat der Pulheimer Autor Klaus Hansen jetzt im Verlag Sequenz Medien, Hochstraße 33, 81541 München, veröffentlicht. Das großformatige Buch mit dem Titel "man rief woerter aber es kamen buchstaben" hat einen Umfang  von 62 Seiten und kostet 12,80 Euro."Südlich meiner Linken" heißt eine neue Lyriksammlung des Kölner Schriftstellers Bernd Bohmeier.Sie ist im Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner, Köln, erschienen. Das 80 Seiten starke Buch (Broschur) kostet 14,80 Euro. 

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"Wörter kommen zu Wort" heißt eine neue Anthologie mit hundert Gedichten aus zehn bisher erschienenen Ausgaben der Zeitschrift "Das Gedicht" (Anton G. Leitner Verlag, Weßling bei München). Veröffentlicht wird in dem Buch Lyrik deutschsprachiger Dichter der Gegenwart, so unter anderem von Hilde Domin, Robert Gernhardt, Günter Grass,  Durs Grünbein, Ulla Hahn und Friederike Mayröcker. Aus dem Rheinland kommen Jürgen Becker, Dieter M. Gräf, Barbara Maria Kloos, Ute-Christine Krupp, Gerhard Rühm (alle Köln) sowie Axel Kutsch (Bergheim), Jürgen Nendza (Aachen) und Alexander Nitzberg  (Düsseldorf) mit Poesie zu Wort. Herausgeber des Sammelbandes ist Anton G. Leitner, der die Zeitschrift "Das Gedicht" vor zehn Jahren gegründet hat und seitdem ediert. Die Anthologie (184 Seiten, Hardcover) ist im Düsseldorfer Verlag Artemis & Winkler erschienen. Sie kostet 12,90 Euro. Auf einer CD zum Buch lesen Autoren und Schauspieler, darunter Otto Sander, 50 Gedichte aus der Anthologie. 

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Rund 250 Großstadtgedichte von deutschsprachigen Autoren der Gegenwart enthält die soeben im Weilerswister Verlag Landpresse erschienene Anthologie "Städte. Verse" (240 Seiten, Paperback, 18 Euro). Herausgeber Axel Kutsch (Bergheim) versammelt darin Gedichte, in denen Autoren wie Ulrike Draesner, Franzobel, Walter Helmut Fritz, Robert Gernhardt, Johannes Kühn, Lutz Rathenow und Jan Wagner mit kritischen  Reflexionen, skizzenhaften Impressionen und verhaltenen Sympathiebekundungen über urbanes Leben im allgemeinen oder Metropolen schreiben (z. B. Glasgow, London, Berlin, Köln, München, Paris, Rom, Johannesburg, New York und Los Angeles). Aus dem Rheinland sind unter anderem Jochen Arlt (Bad Münstereifel), Theo Breuer (Kall-Sistig), Carsten-Sebastian Henn (Hürth), Hans Josef Jungheim (Erftstadt), Gynter Mödder (Bergheim), Andreas Rumler (Elsdorf), Helmut Schmale (Frechen), Christa Wißkirchen (Pulheim), Gerrit Wustmann (Kerpen), Dieter M. Gräf, Guy Helminger, Stan Lafleur, Markus Peters, Amir Shaheen und Enno Stahl (alle Köln) mit neuer Großstadtlyrik vertreten. Die "Süddeutsche Zeitung" urteilt über die Anthologie: "Eine ebenso facettenreiche wie niveauvolle Sammlung deutscher Gegenwartslyrik." 

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Um Städte geht es auch in dem Gedichtband "Semiopolis", den der Leverkusener Lyriker Manfred Enzensperger im Horlemann-Verlag (Postfach 1307, 53583 Bad Honnef) veröffentlicht hat. Die Autorin Ulla Hahn meint dazu, dass Enzenspergers Gedichte die Tradition der Städte- und Gedankenlyrik auf sehr überzeugende Weise fortführten. Und Schriftstellerkollege Kurt Drawert sieht in seinen Werken Bezugspunkte zum früh verstorbenen Kölner Dichter Rolf Dieter Brinkmann. Der Hardcover-Band hat einen Umfang von 96 Seiten und kostet 16,40 Euro. 

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Gedichte von Erika Burkart, Peter Huchel, Kurt Marti, Christoph Meckel, Cesare Pavese, Joachim Ringelnatz und zahlreichen weiteren Autoren, darunter Hollywoodstar Michael Madsen ("Thelma und Louise"), enthält der Lyrik-Taschenkalender "Poesie-Agenda 2004", der im Schweizer Orte-Verlag, Gasthaus Kreuz, CH-9427 Zelg/Wolfhalden AR, erschienen ist. Der von Werner Bucher und Jürgen Stelling herausgegebene Band hat einen Umfang von 256 Seiten und kostet 9,20 Euro. Aus der Kölner Region sind Theo Breuer und Axel Kutsch mit Gedichten in dem reich bebilderten Kalender vertreten.

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Mit Dieter M. Gräf (Köln) und Thomas Kling (Neuss/Insel Hombroich) haben zwei der herausragenden deutschsprachigen Lyriker der jüngeren Generation neue Gedichtbände vorgelegt. Gräf öffnet in seinem Buch "Westrand" (Suhrkamp-Verlag) von fernen Gegenden aus ungewöhnliche und neue Blickwinkel auf die westliche Zivilisation und Kultur.
Der Spracharchäologe Kling holt in seinem neuen Lyrikband "Sondagen" (DuMont-Verlag) wieder weit aus. Seine "Sprachgrabungen" reichen von der Gegenwart bis zurück in die klassische Antike.

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Der Mond (lateinisch "Luna") zieht die Dichter seit jeher in seinen Bann. In der von Axel Kutsch edierten Anthologie "Lunas kleine Weltrunde" korrespondiert klassische Poesie von Clemens Brentano, Georg Büchner, Matthias Claudius, Annette von Droste-Hülshoff, Joseph von Eichendorff, Johann Wolfgang von Goethe, Heinriche Heine, Friedrich Hölderlin, Christian Morgenstern, Rainer Maria Rilke und Georg Trakl mit modernen Mondgedichten (Erstveröffentlichungen) von Bastian Böttcher, Ulrike Draesner, Franzobel, Ulla Hahn, Gert Heidenreich, Friederike Mayröcker, Matthias Politycki, Joachim Sartorius, Kathrin Schmidt und anderen. Aus dem Rheinland sind Jochen Arlt (Bad Münstereifel), Stan Lafleur (Köln), Alexander Nitzberg (Düsseldorf), Enno Stahl (Köln) und Suleman Taufiq (Aachen) mit neuen Mondgedichten vertreten. Der Geschenkband (Paperback) hat einen Umfang von 64 Seiten und kostet 6,50 Euro. Erschienen ist er im Anton G. Leitner Verlag, Buchenweg 3b, 82234 Weßling b. München. 

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Die achte Ausgabe der von Theo Breuer edierten Lyrik-Zeitschrift "Faltblatt" enthält neben Rezensionen über aktuelle Gedichtbände und Essays zur Situation heutiger Poesie zahlreiche neue Gedichte von unbekannten und bekannten Autoren wie Hans Bender oder Michael Hamburger. Von der Pulheimer Lyrikerin Christa Wißkirchen werden in dem 118 Seiten umfassenden Band insgesamt 22 Gedichte veröffentlicht. Die Zeitschrift kostet sechs Euro (inkl. Versand). Zu beziehen ist sie bei der Edition YE, Neustraße 2, 53925 Kall-Sistig (Tel. 02445/1470).

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7. August 2002
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