Leidenschaft zum Theater
Vernissage
21. November 2004
PULHEIM. Für das Theater hegt der Künstler Franz Peters seit langem eine geheime Leidenschaft, und so sagte er gerne zu, als Mecki Claus ihm eine Ausstellung im „Theater im Walzwerk“ antrug. Eigens für die Präsentation im Foyer, im Flur und im Theaterraum entstand der größte Teil der Arbeiten, die er unter dem Titel „BilderDramen“ präsentiert. Peters verstärkt die Wirkung des Raums als „Schau- und Hörplatz“, indem er den Betrachter in eine Klangcollage einhüllt und den Bildern poetische Wortspielereien zur Seite stellt. Laufgeräusche auf Laub und Kies kommen vom Band, ein Paar alte Wanderschuhe und eine Gliederpuppe betonen das Moment der Bewegung, das in nahezu allen Arbeiten präsent ist. 

An chinesische Tuschezeichnungen erinnern die Bilder, für die Peters ausschließlich Erdfarben und Pigmente verwendet, die er schichtweise mit Spachteln unterschiedlicher Größe aufträgt. Mit zerstoßenem Terracotta oder Kohle setzt er Akzente. Die fragmentarischen Illustrationen, die in schneller Folge entstehen, haben einen zeichenhaften, assoziativen Charakter.

Franz Peters gibt seinen Werken programmatische Titel: „Es fehlen noch wesentliche Teile“ oder „Gewesene Figur - beginnendes Zeichen“ steht da neben flüchtigen, schemenhaften Darstellungen zu lesen. „Ich will den Intellekt ansprechen“, erklärt der 48-jährige Bergheimer. Der Betrachter soll zum Mitspieler in den Bildwelten werden, die er durch eigene Vorstellungskraft und Fantasie vollenden soll. (sty) 
Die Ausstellung läuft bis Ende Dezember und kann bei den Vorstellungen besichtigt werden. 
© Kölnische Rundschau vom 23.11.2004


Pulheimer Wochenende vom 8.12.04

Franz Peters